Infos zum Mitmachen

Wir wollen, dass Soja bei uns heimisch wird. Dafür brauchen wir neue, besser an die jeweilige Umgebung angepasste Sorten der wärmeliebenden Pflanze. Gemeinsam mit Gärtnern aus ganz Deutschland testen wir 2018 zum zweiten Mal zahlreiche neue Sojastämme und -sorten im ganzen Land. An der ersten Auflage des Projekts nahmen über 2000 Gärtner teil. Mit einem weiteren Versuchsjahr wollen wir die Ergebnisse bekräftigen und neue Erkenntnisse sammeln. Neugierig geworden?

DIE ANMELDUNGEN SIND LEIDER ABGESCHLOSSEN!

    Was muss ich als Gärtner mitbringen?

    Um am Projekt 1000 Gärten 2.0 teilzunehmen, brauche ich zunächst einmal einen Garten. Das kann ein Privatgarten, ein Schrebergarten oder ein Gemeinschaftsgarten sein. Auch Schulen und Kindergärten sind willkommen, und genau so gut kann man sich als Landwirt mit seinem Acker anmelden. Wichtig ist lediglich, dass ich bereit bin, 6 m² Fläche des Gartens für den Testanbau von Sojakreuzungen zu nutzen, und zwar 12 Reihen à 1 m Länge mit 50 cm Abstand zwischen den Reihen. An den Boden werden keine besonderen Anforderungen gestellt, mein Garten sollte aber in Deutschland liegen, denn die Forschungsarbeiten von 1000 Gärten 2.0 beziehen sich nur auf Deutschland.

    Außerdem muss ich sicherstellen können, dass von Mitte April bis Mitte Oktober 2018 regelmäßig jemand den Versuch betreuen kann (mehr dazu unten). Da die Daten des Versuchs online übermittelt werden, sollte ich sicher im Umgang mit dem PC sein und über einen eigenen Zugang zum Internet verfügen. Es ist ratsam, seine E-Mails regelmäßig abzurufen, denn alle Informationen vom Projektteam erfolgen per Mail.

    Was ist zu tun?

    Die Teilnahme am 1000 Gärten-Projekt beinhaltet die Aussaat von 12 verschiedenen Sojakreuzungen und die Pflege der Sojabohnen während der Vegetationsphase von April bis Oktober 2018. Außerdem werden die Sojagärtner gebeten, regelmäßig Beobachtungen zu machen und die ermittelten Daten über eine eigene Onlineplattform zu übermitteln. Im Laufe des Jahres sind insgesamt 16 Dateneingaben vorgesehen, siehe im Kalender unten.

    Nicht zuletzt verpflichtet der Projektteilnehmer sich, alle reifen Hülsen nach der Ernte in getrennten Tüten an die Universität Hohenheim zu schicken. Deshalb erhält jeder Gärtner neben dem Versuchssaatgut zusätzliches Saatgut, damit er auch über den Versuch hinaus Sojabohnen für sich selbst anbauen und ernten kann.

    Sie wollen es genauer wissen? Hier geht's zum ausführlichen Gärtner-Handbuch.

     

    Wie ist der Arbeitsaufwand?

    • Datum der Aussaat + Länge der Reihen eintragen - Arbeitsaufwand mittel

    • Datum der Keimung und Anzahl der Keimlinge eintragen - Arbeitsaufwand gering

    • Beikrautbekämpfung - Arbeitsaufwand mittel

    • Für jede Reihe den Beginn der Blüte und Blütenfarbe eintragen (wenn mind. 5 Pflanzen einer Reihe erste Blüten zeigen). Dafür ab Mitte Juni regelmäßig die unteren Blattachseln auf Blüten hin kontrollieren - Arbeitsaufwand mittel

    • Pflanzenhöhe und Verzweigungen dokumentieren - Arbeitsaufwand mittel

    • Hülsenabstand und -anzahl dokumentieren - Arbeitsaufwand mittel

    • Datum der Gelbfärbung der Blätter und Lager vor Reife dokumentieren (wenn die Blätter von mind. 5 Pflanzen einer Reihe eine deutliche Gelbfärbung aufweisen) - Arbeitsaufwand mittel

    • Datum der Reife eintragen (wenn sich die Hülsen braun verfärbt und die Pflanzen einen Großteil der Blätter abgeworfen haben) - Arbeitsaufwand gering

    • Ernte: alle reifen Hülsen ernten, pro Reihe sammeln, trocknen und anschließend versenden - Arbeitsaufwand hoch

    Alle Angaben sind Schätzungen.

    Welche Hilfsmittel erhalte ich?

    • Für den Versuch: Saatguttütchen für 12 Sojakreuzungen + entsprechendes Impfmittel (Knöllchenbakterien)
    • Für den eigenen Anbau: Saatgut der Soja-Wildform (Glycine soja), einer Soja-Standardsorte und der neuen Edamame-Sorte Green Shell
    • Gärtnerhandbuch mit einer ausführlichen und bebilderten Anleitung
    • Plastiketiketten zur Kennzeichnung der Reihen
    • Etiketten zum Beschriften des Erntematerials
    • Ein kostenloses Rücksendeetikett für den Versand des Erntematerials
    • Hilfreiche Formulare zum Download (z.B. eine Vorlage für die Dateneingabe)
    • Erinnerungen an anstehende Dateneingaben oder fehlende Daten per E-Mail
    • Antworten und Tipps vom 1000 Gärten-Projektteam, wenn es trotzdem mal hakt