Wer wir sind

Wissenschaft trifft Praxisbezug: Die Initiative "1000 Gärten" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim und des Tofu-Herstellers Taifun GmbH. Unterstützt wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

    Volker Hahn

    Leiter der Sojazüchtung der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim

    Als Pflanzenzüchter begeistert es mich immer wieder aufs Neue, zu sehen, wie unterschiedlich sich Pflanzen entwickeln - je nachdem, wo sie wachsen und wie verschieden die Eltern waren, die für die Kreuzungen verwendet wurden. Wissenschaft - und in unserem Fall speziell die Pflanzenzüchtung - ist spannend, unterhaltsam und abwechslungsreich, aber gleichzeitig auch ein mühsames, mitunter eintöniges Datensammeln und geduldiges Auswerten vieler Daten. Mit dem 1000 Gärten-Projekt möchten wir viele Menschen an diesem Prozess teilnehmen lassen und gleichzeitig die Chance nutzen, an so zahlreiche Daten zu kommen, wie es uns sonst nie möglich wäre.

    Jesús Bastante

    Vertriebsleiter Taifun-Tofu GmbH

    Im Kontakt mit unseren Kunden erfahren wir immer wieder, wie stark die Resonanz vom Projekt 1000 Gärten ist. Das freut uns - und stärkt uns zugleich! Es ist ein Zeichen dafür, dass uns ähnliche Sehnsüchte bewegen und miteinander verbinden: Die Liebe zur Natur, der Schutz von Klima und Umwelt, der sensible Umgang mit der Tierwelt, die Förderung von regionalen Wirtschaftsstrukturen… und einfach die Lust am Mitmachen, am Experimentieren und am Aktivwerden zugunsten einer guten Sache!

    Mit dem 1000Gärten-Projekt machen wir gemeinsam Erfahrungen, die uns positiv stimmen, Sinn in uns wecken und unsere Energie mobilisieren. Für mich ist 1000 Gärten ist ein Beitrag für eine gerechtere und gesündere Welt.

    Wolfgang Heck

    Mitbegründer Taifun-Tofu GmbH und Mitglied der Geschäftsführung

    In Deutschland gibt es bei vielen Menschen ein Bewusstsein darüber, dass die Sojabohne nicht länger eine Regenwaldvernichterin sein soll. Auch als Billigproteinlieferantin für Mastzwecke ist sie eindeutig zu schade. Sie bringt noblere Voraussetzungen mit und hat den Missbrauch durch Konzerngier nicht verdient. Soja lässt sich sehr gut in Fruchtfolgen einbringen, unterstützt die Bodenqualität, ist wandlungs- und anpassungsfähig und kann sehr effizient zu gutem Essen gemacht werden. Mit 1000 Gärten haben wir gute Chancen, die Sojasorten auch für kältere Regionen in Deutschland entwickeln zu können - durch natürliche Kreuzungstechniken und mit dem Herzblut aller, die in ihrem Garten mitwirken. Für die Welternährung wäre das eine bahnbrechende Errungenschaft.

    Taifun-Tofu GmbH

    Taifun stellt seit 1987 Tofu-Spezialitäten in Bio-Qualität her. Heute setzen sich täglich rund 270 Mitarbeiter für die schmackhaften und nachhaltig produzierten Lebensmittel ein: Taifun bietet eine Auswahl an rund 20 rein pflanzlichen Tofuspezialitäten, die in vielen europäischen Ländern im Naturkostfachhandel angeboten werden und durch Geschmack und Vielfalt überzeugen.

    Das Unternehmen mit Sitz in Freiburg engagiert sich besonders für die Themen ökologische Landwirtschaft, gentechnikfreie Erzeugung und Nachhaltigkeit. Ende der 90er leistete es Pionierarbeit, als Taifun den biologischen Vertrags-Sojaanbau in Deutschland ins Leben rief - zunächst entlang des sonnigen Oberrheins und in Kooperation mit heimischen Landwirten. Mittlerweile stammen 100 % der Taifun-Sojabohnen aus Deutschland, Frankreich und Österreich.

    Darüber hinaus erzeugt der Tofuhersteller sein eigenes hochwertiges Saatgut und arbeitet gemeinsam mit der Universität Hohenheim an der Entwicklung von neuen Tofu-Sojasorten. Mehr auf:

    www.taifun-tofu.de

    Universität Hohenheim

    Gegründet 1818 nach verheerenden Hungersnöten fühlt sich die Universität Hohenheim in Stuttgart auch in ihrem 200. Jahr noch der Tradition verpflichtet, innovative Lösungen auf drängende gesellschaftliche Fragen zu entwickeln: Welternährung, Klimawandel, Tierwohl oder auch gesunde Ernährung sind nur einige Beispiele für die zukunftsweisenden Forschungsthemen der Universität.

    In Einrichtungen wie der Landessaatzuchtanstalt in Willstätt-Eckartsweier leistet die Universität einen Beitrag zu einer ressourcenschonenden, umwelt- und marktgerechten landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion: Die rund 50 Mitarbeiter der Einrichtung entwickeln und optimieren Züchtungsverfahren, analysieren das genetische Potenzial neuer Pflanzenarten und erproben neue Methoden und Techniken im Bereich der Pflanzenzüchtung.

    So auch im Bereich Soja: Um den Anbau von Sojabohnen in kühlere Regionen auszuweiten und die Wirtschaftlichkeit des Anbaus zu verbessern, bedarf es ertragreicher und kühletoleranter Sorten, die dabei besonders proteinreich sind. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Züchtung von Sojasorten für die Tofuherstellung.

    www.uni-hohenheim.de

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